Der Klassenrat ist ein Instrument der Demokratie in der Klasse. Er ist kein Gremium, das die Interessen der Klasse "verwaltet", sondern ein lebendiges Selbstbestimmungsorgan, an dem alle Mitglieder der Klasse gleichberechtigt teilnehmen.
Der Klassenrat kann:
Im Klassenrat werden:
Der Lehrer muss sich deutlich zurücknehmen und den Kindern Zeit auch für demokratische und soziale Prozesse geben - um nicht zum heimlichen Leiter des Klassenrats im Hintergrund zu werden. Die Kollegen und Kolleginnen, die eine 5 er Klasse übernehmen, haben vorher daher eine Schulung erfahren, die es ihnen ermöglicht, die entsprechende Moderation in der Klasse wahrzunehmen
Als Regeln eignen sich alle Regeln, die die Schüler selbst aufstellen, sofern diese nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Fremde Regeln können hilfreich sein, unterlaufen aber die Selbstverantwortung der Schüler für das aktuelle Geschehen. Es eignen sich keine "Verbotsregeln", sondern es sollten positive Formulierungen gebraucht werden (z.B. "Ich flüstere in der Freiarbeitszeit" anstatt "Es ist verboten, in der Freiarbeitszeit durch die Klasse zu rufen.") Die Ich-Form ist dabei der Wir-Form und der Man-Form vorzuziehen. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Vorstellungen von einem 'geordneten Klassenrat' aus der Sicht der Kinder und aus der Sicht von Erwachsenen durchaus recht unterschiedlich sein können. Kinder lernen demokratisches Verhalten erst und brauchen dafür Zeit und auch die Freiheit, eigene Erfahrungen mit selbst erstellten Regeln und deren Veränderung zu machen.
Seit 2005 wird der Klassenrat an der Otto-Burrmeister-Schule durchgeführt.